Zu früh abgesetzte Arzneien führen zu hohem Risiko


Viele Patienten mit chronischen Erkrankungen setzen Medikamente vorzeitig ab. Was wichtig ist, damit das nicht passiert. Ob Rheuma, Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder Vorhofflimmern: Zwischen 20 und 30 Prozent der Patienten mit chronischen Erkrankungen brechen die Therapie mit Medikamenten nach kurzer Zeit ab und gehen damit ein hohes Risiko ein. Wer an einer chronischen Erkrankung leidet, braucht einen langen Atem, wenn es um die Einnahme von Medikamenten geht. Vor allem bei Arzneimitteln, die zur Vorbeugung eingesetzt werden, erschließt sich der Nutzen der Therapie nicht jedem – denn eine verhinderte Erkrankung ist nicht spürbar. Oft spielt auch die Angst vor Nebenwirkungen eine Rolle. „Solche Sorgen kann der Arzt relativieren, indem er ausführlich über den Nutzen des Arzneimittels sowie den Umgang mit möglichen Nebenwirkungen aufklärt“, erklärt Prof. Dr. Thorsten Lewalter vom Peter Osypka Herzzentrum München. Darüber hinaus sollte der Patient sehr genau darüber Bescheid wissen, wie das Medikament richtig anzuwenden ist und welche Wechselwirkungen auftreten können. „Die Erfahrung zeigt: Je einfacher ein Arzneimittel anzuwenden ist, desto eher bleibt der Patient der Therapie treu.“

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